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Hinweise

Die meisten Übungen und Kopiervorlagen beziehen sich auf das Lehrwerk Berliner Platz neu (Grundstufe) bzw. Aspekte (Mittelstufe), sind aber auch lehrwerkunabhängig einsetzbar.

Es gibt viele unterschiedliche Übungstypen.
Hier einige allgemeine Hinweise zu ausgewählten Übungen und deren möglichen Einsatz.

Partnerübungen

Viele Übungen sind als Partnerübungen angelegt, können aber auch in Einzelarbeit oder in Gruppenarbeit bearbeitet werden. Sie können sowohl in der Klasse oder zu Hause durchgeführt werden.

Viele dieser Übungen bestehen aus 2 Arbeitsblättern, einem Arbeitsblatt mit Lücken und einem Lösungsblatt.

Am Ende der jeweiligen Übung gibt es meistens auch Platz für eigene Sätze, die analog zu den vorgegebenen Beispielen gebildet werden sollen.

Beispiel: BPN_L33_Gra_Passiv_Rezept

Dieser Übungstyp lässt sich wie folgt bearbeiten:

  1. Die Partner füllen die Lücken gemeinsam aus. Die Lehrkraft geht von Gruppe zu Gruppe und hilft bei Fragen oder Verständnisproblemen.
  2. Sobald eine Gruppe die Lücken ausgefüllt hat, bekommt sie das Lösungsblatt und kontrolliert eigenständig das Aufgabenblatt.
  3. Die Partner finden eigene Beispiele. Die Lehrkraft hilft und korrigiert.
  4. Wenn die Aufgabe kontrolliert und alle Fragen geklärt sind, sollen diese Strukturen auch  mündlich geübt werden, um diese zu automatisieren.
    Dazu hat im 1. Schritt Partner A das Lösungsblatt, beim Partner B ist das Arbeitsblatt zur  Hälfte abgedeckt. Partner A gibt dann z.B. den Satz „Man schält die Kartoffeln.“  vor, Partner B antwortet,( da hier die Struktur „Passiv“ geübt werden soll) „ Die Kartoffeln werden geschält.“
    Der Partner mit dem Lösungsblatt hilft, korrigiert bzw. lobt.
    Anschließend werden die Rollen getauscht , Partner B hat nun die Lösungen, und Partner A antwortet.
  5. Wenn das gut klappt, dann antwortet im 2. Schritt  Partner B frei ( d.h. ohne Arbeitsblatt) und anschließend  werden wieder die Rollen getauscht.

Mögliche Folgeübungen:

  • Man kann ein Paar die ganze Aufgabe in der Klasse vorspielen lassen.
    Bei dieser Übung bietet sich ein Rollenspiel an: Partner A ruft Partner B an, um das Rezept zu bekommen. Partner B gibt Partner A das Rezept, indem er "Aktiv" bzw. "Passiv" benutzt  und Partner A wiederholt jeden Schritt, indem er "Passiv" verwendet, wenn Partner B "Aktiv" benutzt bzw. umgekehrt.

  • Man kann in der Gesamtgruppe die Aufgabe spielen, wobei ein(e) TN das Lösungsblatt hat und jeweils eine(n) TN aufruft, der/die die Antwort (ohne Arbeitsblatt) geben soll.

  • Ein(e) TN hat kein Arbeitsblatt und wird von allen übrigen Teilnehmern „getestet“.

    (Die beiden letzten Aktivitäten kann man auch sehr gut als Wiederholung in einer späteren Unterrichtseinheit durchführen.)

Wichtig ist, dass den Teilnehmern klar ist, dass es hier um flüssiges Sprechen geht bzw. auf automatisches Reagieren ankommt.


Speed-Dating

Viele Übungen zum Wortschatz kann man sehr gut nach dem Muster von "Speed-Dating" durchführen. Dabei sitzen sich immer 2 Personen am Tisch gegenüber. Jeder hat ein Arbeitsblatt und man versucht zusammen möglichst viele Antworten zu finden. Nach einer festgesetzten Zeit (3-5 Minuten) erklingt laute Musik und die TN gehen im Uhrzeigersinn zur nächsten Person. Nach dem Prinzip wechseln nun die Partner jeweils nach 3-5 Minuten  die Partner. Wie oft gewechselt wird, hängt von der Schwere der Aufgaben und der Gruppengröße ab.

Beispiel:  BPn_L35_WS_Arbeit

Abschließend kann man die Lösungen verteilen und die Partner, die gerade zusammenarbeiten, korrigieren und ergänzen gemeinsam die Antworten oder man bespricht die Lösungen gemeinsam im Plenum.

Selbstverständlich kann man die Übungen auch  in Einzel- oder Gruppenarbeit bearbeiten.

 

Diktate

In der Regel gibt es 2 Arbeitsblätter, die jeweils mit A bzw. B gekennzeichnet sind. A hat den Inhalt der Lücken, die bei B fehlen und umgekehrt. Die meisten Diktate sind als Partner-(Rücken)Diktate angelegt.

Beispiel: BPn_L24_Dkt_Eindrücke in Deutschland

Es spricht aber nichts dagegen, die Diktate zur Abwechslung in Gruppenarbeit oder im Plenum durchzuführen. Dabei sitzen sich bei der Gruppenarbeit jeweils 2 Personen mit dem Diktat A jeweils 2 Personen mit dem Diktat B gegenüber und man diktiert sich gegenseitig. Führt man das Lückendiktat im Plenum durch, so sitzen z.B. auf der linken Seite die TN mit dem Diktat A und auf der rechten Seite die TN mit dem Diktat B.

 

Fragekarten

Sie können die Fragekarten auf buntes Papier ausdrucken und gegebenenfalls laminieren. Die Übung kann man als Partnerarbeit, in der Gruppe oder im Plenum spielen.
Sie eignet sich auch vorzüglich zum „Wimmeln“. Die TN haben dabei  jeweils eine Fragekarte und gehen durch den Raum. Sie finden sich immer zu Paaren oder Dreiergruppen zusammen. Man stellt sich gegenseitig die Fragen auf der Fragekarte, korrigiert sich, hilft sich, lobt usw.
Danach werden die Fragekarten gewechselt und man findet sich zu neuen Partnerkonstellationen zusammen.
Diese Übung eignet sich hervorragend zur Auflockerung und Aktivierung der TN.

Beispiel: BPn_L35_FK_Arbeit

 

Autogrammjagd

Diese spielerische Übung eignet sich vor allem als Einstieg bzw. Schlusspunkt eines Kurses, einer Lektion oder eines Kurstages.
Jeder Teilnehmer versucht in kurzer Zeit so viele Unterschriften wie möglich von den anderen Teilnehmern zu sammeln. Die TN gehen dabei  mit ihrem Arbeitsblatt  durch den Raum. Sie finden sich immer zu Paaren oder Dreiergruppen zusammen. Man stellt sich gegenseitig die Fragen auf dem Arbeitsblatt.
Beantwortet jemand die gestellte Frage mit „ja“, dann unterschreibt er/sie auf dem Arbeitsblatt des Fragers.

Beispiel: BPn_L22_AJ_Medien

Regeln:

  • Sobald man 2 oder 3 Unterschriften von einem/einer TN hat, sucht man einen neuen Partner bzw. eine neue Partnerin.
  • Die Fragen müssen immer laut gestellt werden
  • (Man kann als Regel vorgeben, dass mit vollständigen Sätzen geantwortet werden muss, davon ist allerdings eher abzuraten, weil das dem Spielcharakter und dem gewünschten „Gewusel“ eher abträglich ist.)

Abschluss:

  • Die TN stellen sich im Kreis und jede(r) trägt einen Satz vor.
    z.B. Laura sieht mehr als 10 Stunden in der Woche fern. usw.
  • Die TN schreiben 5 -10 vollständige Sätze mit den Informationen, die sie beim Fragen herausgefunden haben, auf ein separates Blatt.

 

Zusammenspiel der Übungen

Viele Übungen gewinnen durch eine Kombination von Plenums- , Gruppen-, Partner- und Einzelarbeit an Effektivität und Dynamik.

Ein Beispiel aus der Lektion 1 von Aspekte 1 zur Illustration.
Ziel der Übung ist in diesem Fall die Erweiterung und Wiederholung des Wortschatzes zur Charakterisierung von Personen.

Einstieg:
Die TN stehen im Kreis. Jede(r) hat eine Karte in der Hand. Abwechselnd lesen die TN die Erklärung eines Adjektivs vor. Die anderen TN versuchen das Eigenschaftswort zu ergänzen.
Nachdem die Begriffe dadurch alle erst einmal bekannt sind, finden sich die TN zu Paaren (oder Dreiergruppen) zusammen. Eine Person liest nun die Erklärungen auf der Karte vor und die andere Person soll das gesuchte Adjektiv ergänzen. Man kann dabei auch die Karte zeigen, muss aber darauf achten, dass der gesuchte Begriff verdeckt ist.
Danach werden die Karten gewechselt und man findet sich zu neuen Partnerkonstellationen zusammen.

Arbeitsblatt: Aspekte1_L1_FK_WS_Adjektive

Zur Überprüfung bekommen die TN danach das Arbeitsblatt mit denselben Charaktereigenschaften als Einsetzübung. Diese Übung kann man als Gruppen-, Partner- oder Einzelarbeit durchführen.

Arbeitsblatt: Aspekte1_L1_WS_Adjektive

 

Anregungen, Lob, Kritik oder Korrekturen sind sehr willkommen.
Schreiben Sie einfach eine E-Mail an deutsch-im-duett@gmx.de

Viel Spaß beim Ausprobieren und Üben!